Team

Das Team

Johanna Bauhus ist ursprünglich Ingenieurin und hat in ihrer Zeit als Bohrmaschinen-Designerin nie “Safe Spaces” in dieser männerdominierten Welt erlebt – im Gegenteil. Die Sexismuserfahrungen, die sie auch mit ihrer all female Band erlebt hat, führten dazu, dass sie sich auf das Musikbusiness konzentrierte und ein feministisches Musiklabel gründete – das erste offiziell sexistische Musiklabel der Welt: Ladies & Ladys Label (provokant erscheint auf den ersten Blick das Wort sexistisch. 95% der Musikindustrie ist Männerdominiert, Sexismus ist erlebter Alltag. Die Vorstände der drei Major Labels dieser Welt sind ausschließlich männlich und der weibliche Anteil auf den Bühnen der großen Festivals liegt oft bei unter 10%. Ladies&Ladys Label ist ein vollkommen transparentes Musiklabel welches sich um die Förderung von Ladys* in der Musikbranche kümmert).Sie nahm am “Erasmus for Young Entrepreneurs”- Programm der EU-Kommission teil und arbeitete ein Jahr mit dem Linzer Punk Rock Label “SBÄM” zusammen. Dabei erfuhr sie die rein männlichen Strukturen und führte ein Awareness Konzept für das “SBÄM- Fest” (3000 Besucher*innen) ein. Sie organisierte ein Awareness-Team aus Laien, schulte die Mitglieder und sorgte damit für durchweg positives Feedback. Das Awareness-Team musste während des Festivals oft eingreifen, was zeigte, dass es eine große Dunkelziffer an sexistischen und diskriminierenden Vorfällen auf jeder Veranstaltung gibt, unabhängig ihrer Größe. Um das zu ändern ist es wichtig, Veranstalter*Innen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben – nicht anklagen, sondern Lösungen erarbeiten, wie jede Veranstaltung ein kleines bisschen besser werden kann. Johannas große Stärke: Das Aneignen von komplexem Wissen und die Aufbereitung dieses Wissens für die breite Masse.

Mirca Lotz ist mit ihrer Kreativagentur [fwd:like waves] als Veranstalterin und Kuratorin mit einem Fokus auf interdisziplinäre Formate und besondere Veranstaltungsorte tätig (u.a. beim Filmfest München, den Virtual Worlds, innen.aussen.raum oder der Manic Day Parade). 2017 hat sie das erste internationale Frauen* Showcase Festival & Konferenz “We Make Waves organisiert und ist seit 2017 als „Music Innovator“ im internationalen Keychange Projekt. Zudem hat sie 2018 das Bayerische Netzwerk für Frauen* in der Musik „musicBYwomen“ mitgegründet und ist seit 2019 im Board der Music Women* Germany. Sie hält regelmäßig nationale und internationale Vorträge und Workshops zum Thema Gender Equality, Safe(r) Spaces & Awareness und mehr.

Carmen Westermeier ist freischaffende Medien- und Performancekünstlerin, arbeitet als freie Referentin und Hochschuldozentin und ist Musikerin und DJ. In ihrer Arbeit legt sie großen Wert auf kollektive Ansätze und Interdisziplinarität. Als Mitglied in unterschiedlichen Kollektiven hat sie ihre ersten Erfahrungen in der Erprobung von Awareness-Konzepten und Safer-Spaces vor 12 Jahren gesammelt. 2014 gründete Carmen das Nürnberger Kollektiv „Trouble in Paradise“, ein Kunst- und DJ-Kollektiv, das ausschließlich aus Frauen* besteht und sich aktiv für Gleichberechtigung im Nachtleben und in der Kunstwelt einsetzt. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Karlsruhe, wo sie bei der Gründung des feministischen DJ*-Kollektiv „Blex“ beteiligt war und dort aktives Mitglied ist. Als freie Referentin arbeitet Carmen mit Erwachsenen gleichermaßen wie mit Jugendlichen und Kindern im Bereich Sound, Kunst und politischer Bildung. Dabei erstreckt sich ihre Tätigkeit von Vorträgen und Workshops über langfristiger Mentor*innenarbeit. An der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen ist Carmen Dozentin am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung und lehrt dort zum Thema Gender und Kunst. In ihrem Verständnis von einem zukünftigen Miteinander müssen Gewohnheiten aufgebrochen und neue, inklusive und sensible Wege eingeschlagen werden. Kern ihrer Herangehensweise bildet die Offenheit zum Scheitern. So können Privilegien abgebaut, Sensibilität geschaffen und flexible Lösungen gefunden werden. Carmen setzt dabei sowohl auf kurzfristige Bildungsarbeit, als auch auf längerfristiges Coaching für die Musik- und Kunstbranche. Im Projekt „Safe the Dance“ bringt sie ihre langjährige Erfahrung als Veranstalterin, DJ und Musikerin sowie ihren multiperspektivischen Blick durch ihre facettenreiche Arbeit ein.
Mehr zu Carmen findet ihr auf ihrer Website.